Sonntag 30.06.2013
So lange ist man mit Vorfreude rum gelaufen und schon ist es vorbei . Ich bin grad seid 4 Stunden zu Hause, noch relativ fit, obwohl ich gerade auch noch mein Auto ausgepackt habe und alles nun wieder an seinem Platz (bis zum nächsten Markt) ist .
So lange ist man mit Vorfreude rum gelaufen und schon ist es vorbei . Ich bin grad seid 4 Stunden zu Hause, noch relativ fit, obwohl ich gerade auch noch mein Auto ausgepackt habe und alles nun wieder an seinem Platz (bis zum nächsten Markt) ist .
Ich hätte gedacht, dass ich am Ende müder sein würde . Das Wetter hat einem doch viel abverlangt an diesem Wochenende, da wir meistens bedeckten Himmel, Regen und Wind hatten. Es war dementsprechend auch ungewöhnlich kalt für einen Juni. Gestern Abend 10 °C und im Zelt leichte Atemwölkchen beim Aufstehen .
Donnerstag, 27.06.2013
Am Donnerstag sah es hier ja wettertechnisch nicht allzu zufriedenstellend aus. Im strömenden Regen bin ich gestartet. Sicherheitshalber hatte ich meine Regenhose und Gummistiefel angezogen. Denn ich rechnete mit einem Aufbau im Regen und hatte keine Lust dabei allzu nass zu werden. Auf der Autobahn war die Sicht bei dem Regen auch nicht allzu gut und ich fuhr lieber etwas langsamer, da der Wagen so voll geladen war und dementsprechend auch anders fuhr.
Mein Navi lotste mich sicher in Richtung Hörnerfest. Nur leider kannte er die Festivaleigene Einbahnstraße nicht. Ich befand mich auf einem Feldweg und sah in einiger Entfernung ein Einbahnstraßeschild. "Achja, Festivalverkehr wurde da ja immer über eine Einbahnstraße geregelt." Zum Glück merkte ich es rechtzeitig und konnte vorher noch rechts auf einen anderen Feldweg abbiegen, der mich auf die nächste größere Straße führte. Beim Abbiegen dachte ich schon " Das gelbe Haus kommt mir bekannt vor." Am Schild "Festival" stellt ich dann fest, dass ich richtig war.
Steffi war bereits vor mir angekommen und zusammen mussten wir unseren Platzbedarf angeben. Was wir auch eigentlich ganz gut hin bekamen. Jedoch scheiterte der entspannte Aufbau dann an einem Weg, der plötzlich noch auf unserer Fläche abgesteckt wurde. Hier hatte jemand einfach den Grenzpunkt versetzt und nun fehlte uns genau dieser Streifen um noch unsere letzten Zelte aufbauen zu können.
Kurzes Krisenmanagement aller Dulcamara/Kalle: Rundgang zwischen den bereits gestellten Zelten, Überlegung welche Zelte noch mal ausgeräumt und versetzt werden müssen und dann der erlösende Beschluss, es muss nur ein Zelt versetzt werden und dann würde alles passen. Also kurzerhand Inhalt des Zelte auf der einen Seite der Plane verstaut, die Heringe gelöst und Zelt aufrecht mitsamt der Plane weiter in Richtung Zaun gezogen. Schon entstand eine Lücke, in der Kalles Zelt nebst seinem Vordach rein passte.
Steffi, Dulcamara und ich starteten dann zum Einkauf für die Meute. Dieser verlief entspannt und eher gemütlich. Dies könnte an Dulcamaras angeknacksten Fuß gelegen haben. Wir müssen im Lidl auch ein lustiges Bild abgegeben haben: Dulcamara läuft laaaangsam voraus, Steffi und ich schieben jeweils mit einem Einkaufswagen hinter ihr her. Wir folgten der Anführerin in Richtung der Gemüseabteilung. Etwas irritiert war ich über das Schild mit dem Gemüse und einer Rutschspur drauf..."Achtung schleimiges Gemüse?" oder was soll das bedeuten? Ich meine wenn das Gemüse für rutschige Böden sorgt, kann es ja nicht wirklich frisch sein ;-)
Aber wir fanden doch frisches Obst und Gemüse und fielen auch nicht auf die Nase. Schnell füllten sich beide Einkaufswagen und nach einem kurzen Check mussten wir noch den nächsten Sky-Markt aufsuchen um auch die restlichen Punkte auf unserer Einkaufsliste ab zu haken. Aber das wichtigste: ein Vorhängeschloss, vergaßen wir. Also fuhren danach Steffi und ich nochmal fix los. Wir hatten nämliche in Dixie für unsere Gruppe gemietet und nun brauchten wir noch ein Schloss um es vor den anderen Festivalbesuchern zu sichern. Wir fanden auch schnell was wir suchten und musste erneut am (bzw . ich zum dritten Mal) am Orgaposten vom Hörnerfest vorbei fahren ..."Wir schon wieder vom Heerlager, hatten was vergessen ."
Im Lager war bereits der Sonnensegel Aufbau voll in gange. Als es dann stand , fand schon mal unser WC-Entchen Schlüssel einen zentralen Platz am Mittelpfosten.
Nun hieß es immer "Ente Ente" wenn jemand nach dem Schlüssel suchte. Nach dem erfolgreichen Aufbau entspannten wir bei Grillfleisch, Salaten, Pizzabrötchen, Met und Kirschbier. Es war ein sehr lustiger Abend und irgendwann, es war schon dunkel, schaute ich auch mal nach der Uhrzeit und stellte fest, dass es mir gar nicht so spät vorkam und ich nicht gemerkt hatte, wie die Zeit vergeht. Aber so sollte es mir das ganze Wochenende gehen.
Wort des Tages: Körnerfest
Dulcamara war mit ihrem Schatz auf dem Weg zum Festivalgelände und hatte gesagt er solle nach Schildern mit den Buchstaben "HOA" Ausschau halten, wegen Hörner Open Air (ok letztendlich eigentlich Headbangers Open Air, weil die gleichen Schilder einfach noch mal genutzt werden). Naja, Frater Enoch hatte dann aber KOA verstanden...Körner Open Air ^^ Ja, nee da wollte wir nun nicht hin ;-)
Wetter war nun eher durchwachsen. Wir hatten zwar beim Aufbau selbst nur Nieselregel, aber dafür kam dann am Abend einiges an Wasser runter. Aber unser Sonnensegel ist nun super dicht und super stabil. In der Form wie es aufgebaut wird, ist es auch richtig gemütlich und mit unseren Rohhautlaternen schafften wir auch noch das richtige Licht.
Lustigerweise haben wir genau gegenüber von einem Händler gestanden, der Rohhautlaternen verkaufte. Tja , wir brauchten keine mehr denn unsere Laternen sind echte Krähenvolk Handarbeit. Den Abend versüßten Felix und Malte uns mit einem ausgefeilten Musikprogramm. Irre was für Töne Menschen so hervor bringen können ;-)
Zu später Stunde wurde es doch sehr frisch draußen und wir begaben uns alle zur Nachtruhe. Auf den Campingplätzen des Festivals wurde weiter gefeiert, ca. bis 6 Uhr morgens. Erst ab da wurde es ruhig auf dem Gelände. Halt ein Festivals - Rhythmus und nicht der eines Mittelaltermarktes.
Freitag, 28.06.2013
Am Freitagmorgen sah es draußen nicht freundlicher aus. Grauer Himmel und immer wieder Regen. *bibber* Wir zogen uns alle warm an. Man hätte meinen können wir hätten Herbst und nicht erst den Sommer zu fassen. So nach und nach krochen alle aus ihren warmen Betten. Es wurde Feuer gemacht, Geschirr vom Abend gespült, Kaffee / Tee gekocht und der Tisch mit allerhand Leckereien gedeckt.
Die Stimmung war bereits am Morgen sehr gut. Keine Morgenmuffel und jeder schon einen lockeren Spruch auf den Lippen. Ich glaube mir ist das Aufstehen noch nie so einfach gefallen wie auf diesem Markt.
Zum Frühstück traf auch Saya im Lager ein. Somit waren zwei Ur-Krähen, ehemalige Gründungsmitglieder, wieder vereint. Vom Frühstückstisch aus beobachteten wir, wie das Festivalgelände nebst dem kleinen Mittelalterbereich zu Leben erwachte .
Meine Güte, was aus der Idee am Wohnzimmertisch geworden ist! Ich hatte doch so einige Wehmütige Augenblicke und dieser Rauchgeruch in den Klamotten...hab Sonntag noch nach einem Zelt geguckt und nach Fellen! Früher hatte ich dicke Felle auf der Luma, damit liegt es sich einfach besser.
AntwortenLöschenWer weiß, vieleicht steht die zweite Gründerkrähe irgendwann als Anwärterin da *giggel*
Die Rezepte muss ich noch rausrücken...