Wir haben das erste Mal als Gruppe "Swadde Spoekelbiester" auf dem MPS in Hohenwestedt aufgebaut und so gleich den Härtetest überhaupt durch gestanden. Das Pfingst-Wetter war ungemütlich, extrem windig, nass und kalt. Alles Dinge mit denen wir so nicht gerechnet hatten.
Wir fanden trotzdem alle den nötigen Schlaf und am nächsten Morgen galt der erste Gedanke dem Kaffee kochen. Erst Feuer machen, Wasser in Kessel umfüllen, drüber hängen und warten...ungewohnt wenn man sonst nur auf einen Knopfdruck hin Kaffee bekommt. Gegen Mittag wurde der Markt eröffnet und wir hatten unser Lager bereits nach dem Frühstück markt-tauglich hergerichtet. Unsere Gewandungen trugen wir über Zwiebelschichten von Alltagskleidung um so warm zu bleiben. Es kam zwar ab und an mal die Sonne durch, aber der kalte Wind und Regenfälle sorgten für teils gedrückte Stimmung. Beim Heerlagerumzug wurden wir natürlich von einem Regenschauer heim gesucht und freuten uns dann umso mehr, dass als wir ins Lager zurück kamen, gerade das Essen fertig war. Da wir nur eine Person als Lagerwache zurück lassen konnten, hatte diese bei dem Wetter gewaltig damit zu tun, das Feuer in Gang zu halten und nebenbei das Essen zu kochen. Aber es hat geklappt. Am Abend ging ich mit der Lagermutti vom Dithmarscher Krähenvolk und ihrer Tochter zum Omnia Konzert. Wobei wir starteten auch etwas verspätet, da es noch einen dicken Regenschauer gegeben hatte. Aber auch der Rest vom Konzert war durchaus hörenswert.
Im Lager angekommen, gab es dann heißen Met vom Feuer. Sehr lecker und doppelt wärmend. Aber wir kapitulierten auch hier bald vor der Kälte und fielen ins Bett. Der Sonntag war ebenfalls durchwachsen...wir bekamen sogar noch Hagelschauer dazu. Hagel hatte ich ehrlich gesagt noch nie auf Märkten. Aber einmal ist immer das erste Mal.
Wenn Besucher an unserem Lager vorbei kamen, war unsere Lagerküche das Highlight und es wurde häufig fotografiert.
Immerhin blieb diesmal der Heerlagerumzug trocken und es standen auch viel mehr Besuch auf dem Platz als wir aufgerufen wurden. Unser Lagername hat sich im Laufe des Wochenendes als für viele unaussprechlich herausgestellt. Aber der Hässliche Hans schaffte es unseren Namen richtig auf zu rufen. "Huld, Huld, Jubel!"
Auch an diesem Abend blieb uns nur der Met zum Aufwärmen, gefolgt vom warmen Bett. Am Montag war uns der Wettergott dann doch geneigt und stellte uns einen windigen aber immerhin trockenen Tag zur Verfügung. Um 19:30 Uhr war die Veranstaltung zu Ende und als wir unsere Autos holten, kam nur ein leichter Schauer vom Himmel. Wir bekamen alles trocken ins Auto und verließen den Platz um 21:30 Uhr. Heim fahren...Auto auspacken und Duschen.
Aaron freute sich über meine Rückkehr und kuschelte sich im Bett direkt an mich an. Für mich war die erste Nacht im Haus etwas ungewohnt. Im Verhältnis zum Zelt halt sehr warm.
Rückblickend hatten wir einen tollen ersten gemeinsamen Start in die Markt/Festival-Saison. Wir haben trotz schlechtem Wetter das Beste draus gemacht und konnten noch einige Ideen für Verbesserungen sammeln.


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