Sonntag, 27. November 2016

Wer bin ich und wenn ja wie viele

Wer bin ich und wenn ja wie viele? Eine Frage, die ich mir in letzter Zeit häufiger gestellt habe. Und wenn ich schon dabei bin: Was will ich überhaupt? Aber stellt sich nicht letztendlich jeder diese Fragen? Der eine kann sie mehr oder weniger beantworten. Ich weiß wer ich bin und stelle fest, dass das zum Beispiel nicht so weit entfernt von meinem 10 Jahre jüngeren Ich ist. Meine elementaren Wünsche, Gedanken und Gefühle haben sich seitdem nicht geändert.
Aber war ich immer ehrlich zu mir selbst? Oder habe ich mich zwischendurch selbst verraten und eine Maske getragen? Habe ich versucht jemand anderes zu sein? Ich denke, dies passiert wohl vielen im Laufe des Lebens und es ist wichtig daraus die Erkenntnis für sich zu ziehen und wieder zu sich selbst zu finden.
Wer bin ich? Ich könnte jetzt keine Schublade benennen in die ich passe und ich möchte auch in keine passen. Ich bin deswegen nicht ausgefallen, aber wer möchte sich schon über ein System ein eine Kategorie steeken lassen?

Wenn ich mich beschreiben würde, wären es folgende Worte dich mich beschreiben: dickköpfig, nur bis zu einer von mir bestimmten Grenze ein offener Mensch, nachdenklich, hilfsbereit, nachtragend (ab einer gewissen Schwere von Taten), verträumt und widersprüchlich bodenständig, mit einem Ziel vor Augen auch um einen Abschluss bestrebt, zaudernd, reizbar, im Job ausgeglichen (warum auch immer nur dort), ordentlich, organisiert, kontrolliert...

einige Sachen klingen positiv, einige negativ. Aber positive Dinge wie Ordnung oder Kontrolle bewirken auch, dass man sich selbst im Weg stehen kann. Aber gehören einfach zu mir.
Wer bin ich also?

Harte Fakten:

33-jährig, grauhaarig, Hunde-verrückt, Bücher-süchtig, Musik u. Film-begeistert, Sammlerin all dieser Medien, also auch Konsum-verrückt, ich liebe schwarze Klamotten, aber zum Beispiel auch leuchtend grüne, ich mag Gothic und höre seit Jahren die Kelly Family und sämtliche Solo-Projekte dazu, mag Elvis Presley und Disturbed, Musik muss querbeet und in der Hauptsache ehrlich sein, ich hasse es Schuhe zu kaufen, kann mich nicht schminken und habe mehr praktische als schicke Klamotten, ich sammle Erinnerungsstücke und bin ab und an schon ganz schön schrullig, ich liebe bekloppte Menschen die ihr Ding machen...naturverliebt, würde trotzdem nicht auf den Luxus einer Dusche, Heizung oder Bett verzichten wollen.
Ich liebe meine Familie, will selbst aber keine Gründen. Muss mich immer wieder dem Ansatz stellen, dass mein Hund doch nur ein Ersatz für einen Partner oder Kind wären.

In der Schulzeit Teil der Randgruppe und gerne gemobbt, hasse ich es heute wenn Leute in  meiner Umgebung sich über andere lustig machen. Ich mag es nicht wenn auf Schwächen anderer rum gehakt wird, wenn man nur um cool zu sein, Sprüche klopft. Bei Macker-haften Verhalten bekomme ich Brechreiz und nehme die Leute nicht für voll. Man mag es mir dann als Arroganz anrechnen, aber ich habe lieber ehrliche Leute um mich rum. Warum sich Groß-ausdrücken, wenn nichts dahinter steckt? Dann horche ich lieber auf die leisen Töne und umgebe mich mit Herz-Menschen.

War früher alles einfacher? Nein, aber ich denke trotzdem gerne an früher zurück. Wenn ich  mein Lieblingsteil aus dem Kleiderschrank hole und es mir immer noch passt, freue ich mich tierisch und denke an einen wunderbaren Abend mit Freunden zurück. Wenn ich ein Foto auf der Festplatte entdecke und Grinsen muss oder ich ein Lied höre und weine. All das gehört zu  mir und macht mich letztendlich als Menschen aus.
Wie würde meine Playlist aussehen, wenn ich sie mit Erinnerungen spicke? Hier ein kurzer Versuch, würde ich mir mehr Zeit lassen, würde in der Chronologie noch der eine oder andere Song dazu kommen. Ich würde sagen diese Liste bildet grob die letzten 12 Jahre ab.

The Kelly Family - Cover the road
The Kelly Family - Break free
Uriah Heep - Lady in black
U2 - Where the streets have  no name
U2 - Sunday bloody sunday
Lacrimosa - Stolzes Herz
In Extremo - Herr Mannelig
J.B.O. - Ich liebe dir
Nightwish - Moondance
Manowar - Black wind, fire and steel
Waldschrat - Lauter als Bomben
Blackmore's Night - Under a violet moon
Letzte Instanz - Rapunzel
Schandmaul - Walpurgisnacht
J.B.O. - Glaubensbekenntnis
Subway To Sally - Veitztanz
Helium Vola - Omnis mundi creatura / selig
Qntal - Frühling
Die Streuner - die Hexe
Joy Division - Love will tear us apart
Luna Luna - Bettgeflüster
Schandmaul - Dein Anblick
Eric Fish - Im Schmutz
John Kelly & Maite Itoiz - The Secret Forest
ASP - Ungeschickte Liebesbriefe
Schandmaul - Kalte Spuren
The Kelly Family - Why don't you go
Unheilig - Zauberer
ASP - Beschwörung
Johnny Cash - Hurt
U2 - One
VNV Nation - Chrome
Qntal - Cupido
Faun - Egil saga
Duivelspack - Schockschwere Not
Schelmish - For the clansmen
Felyon - Kelten
Omnia - Alive
Omnia - Free
Santiano - Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren
Runrig - An Sabhal Aig Neill
Kansas - Carry on my wayward son
The High Kings - Rocky road to dublin
ASP - Rücken an Rücken
Eric Fish - Nägel im Kopf
Linda Perry - Knock me out
Omnia - Earth warrior
Namika - Lieblingsmensch
Bosse - Steine
Disturbed - Sound of silence
Elvis - Suspicious minds
Elvis - Unchained Melody

Die Musik bleibt, die Erinnerungen auch, von einigen Menschen musste man sich zu früh verabschieden, Verlust hatte sich schon früh in mein Leben geschlichen und hat mich geformt. Ich will aber dennoch kein negativer Mensch sein. Das Leben bietet soviel und wenn man nicht zu viel fordert und sich mit den kleinen Dingen zufrieden gibt, erfährt man auch was Glück ist. Vieles liegt im Auge des Betrachters und bei mir ist das Glas nun mal halbvoll.

Letztendlich bin ich die Gesamtheit all dieser Worte, all meiner Erfahrungen, Eindrücke, der Menschen die ich traf und liebe, der Tiere, der zeitlichen Ereignisse, ja auch meiner Ernährung.

Ich bin einfach ich und meistens mag ich mich auch.

1 Kommentar:

  1. :* ....du bist toll und das wichtigste ist doch, dass man mit sich selbst zufrieden sein kann und ein glückliches leben führt.

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