Wenn man sich mit zwei Freundinnen trifft, die die gleichen Sammelleidenschaften und Geschmäcker haben, dann kommt man von einem Thema zum anderen. Die Sammel-und Leseschaft von Büchern, CDs und DVDs. Da wird dann diskutiert wie man etwas sortieren sollte und wir stellen fest jeder hat da sein eigenes System.
Allerdings sind wir uns einig, dass Schmuckstücke der Sammlung auch bei der Präsentation aus der Ordnung tanzen dürfen. Vom gemeinsamen Bücher-Geschmack kommt man auf die Spielzeuge die man damals hatte und dann mein Fazit dazu: Unsere Spielzeuge waren optisch viel ansprechender als viele der heutigen Spielzeuge, die ja teilweise Remakes mit Facelifting unserer Spielzeuge sind.
Nehmen wir zum Beispiel "My little pony". Was sehen die alten Ponys knuffig und noch proportional nach einem Pony aus. Wenn man sich dagegen die aktuellen Varianten anschaut, dann denkt man die Magermodels hätten Einzug in der Pony Welt gehalten und der alte Zauber dieser Spielzeuge ist für mich verflogen.
Gucke ich dagegen bei Ebay und sehe eines meiner alten Wegbegleiter, werden alte Erinnerungen und Sehnsüchte wach. Was hat man damit viel gespielt und es gab immer was neues zu Entdecken: Farbwechsler, Ponys mit Düften, zum anmalen und abwischen, Mähne verlängern, Glitzermähnen und sehr viel Zubehör.
Man stellt fest, man hätte früher nicht so viel Weggeben dürfen. Heute würde man sich über jedes alte lieb gewonnene Teil freuen. Einige Kleinode habe ich zwar aufbewahrt, aber gerade die kleinen Ponys sind dem "da-bin-ich-zu-alt-für-Wahn" zum Opfer gefallen und mussten damals ausziehen. Die Barbies sind immerhin nur auf den Dachboden gekommen, haben aber in der Folgezeit sehr unter den Besuchen der Cousinen gelitten, die damit noch bespaßt wurden.
Leider wurden auch viele Zeichentrickserien und Filme neu aufgelegt. Die Glücksbärchis zum Beispiel...auch optisch kein Gewinn finde ich. Ich habe früher noch viele Zeichentricks gesehen, die meine Nichten heute nicht kennen: Mila Superstar, Lady Oscar, Georgie, die kleine Prinzessin Sarah, Eine fröhliche Familie...alles Klassiker. Diese hatten meist sehr schöne Geschichte und vermittelten noch ganz wichtige Werte. Bei den heutigen Serien vermisse ich bei der Masse solche Dinge und viele sind nicht mal schön gezeichnet oder ein merkwürdiger Mix aus Zeichnung und Animation.
Im Gegensatz zu heute bin ich auch ohne eigene Computer oder Spiele-Konsolen aufgewachsen. Wir hatten sowas nicht. Ich kam wenn nur bei Freunden damit in Berührung. Ich bin rückblickend auch froh, dass ich selbst nie sowas hatte. Heute wollen aber die Grundschulkinder schon Smartphones und Tablets. Eine Wii muss in jedem Haushalt sein und am PC wird schon früh viel Zeit verbrachte, wenn die Eltern es nicht einteilen.
Aber wir waren doch glücklich, damals ohne all das? Ich bin froh ein Kind der 90-er zu sein. Ich bin froh, dass die Technik erst später Einzug in mein Leben hielt. Ich bin froh noch ICQ zu kennen und dass mein erstes Handy ein Trium mit Prepaid war. Wir sind noch in einer langsameren Zeit aufgewachsen und konnte gefühlt auch mehr Kind sein.
Die heutige Gesellschaft, die Medien und auch die Kindergärten / Schulen marschieren alle in eine gefühlt falsche Richtung. Das was die Kinder lernen müssen und in welchem Zeitraum hat sich laufend geändert. Ja, ich pauschalisiere hier stark. Aber für mich ist das der Eindruck den ich durch Medien, Gespräche mit Freunden und dem eigenem Vergleich meiner Schulsachen mit denen meiner Nichte gewonnen habe, die auch auf die gleichen Schulen, wie ich damals, nun geht. Gerne würde ich den Kindern heute etwas mehr Zeit wünschen. Mehr Kind sein und mehr Zeit zum entwickeln und reifen. Warum nicht eine längere Schulzeit für den ganzen Stoff? Warum nicht einfach mehr Zeit um auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ein zu gehen? Schließlich sollen sie doch gut gerüstet später in die Berufswelt starten.
Nach all den nachdenklichen Worten, wünsche ich euch nun einen schönen 4. Advent.

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