Ich bin ein Kind der 90-er und es wird mir immer wieder bewusst, dass das noch eine besondere Zeit war. Ich bin 83 geboren und die Jüngste von 4 Kindern, während meine Geschwister die 80-er natürlich bewusster als ich erlebt haben, waren bei mir die 90-er sehr prägend. Ich habe Schallplatten zwar noch mit erlebt, aber für mich wurden CD's ziemlich schnell zur Selbstverständlichkeit.
Als ich letztens im TV die Dokumentation über die Kelly Family guckte, wurde mir mal wieder bewusst, was für eine geniale Zeit ich für meine Jugend hatte. Ja, ich war damals Kelly Fan und bin es immer noch. Da kann man sich nun gerne das Maul drüber zerreißen, aber ich habe bereits alle Sprüche dazu gehört. Also legt euch wieder schlafen und liest hier einfach nicht weiter wenn es euch stört ;-)
Als ich letztens im TV die Dokumentation über die Kelly Family guckte, wurde mir mal wieder bewusst, was für eine geniale Zeit ich für meine Jugend hatte. Ja, ich war damals Kelly Fan und bin es immer noch. Da kann man sich nun gerne das Maul drüber zerreißen, aber ich habe bereits alle Sprüche dazu gehört. Also legt euch wieder schlafen und liest hier einfach nicht weiter wenn es euch stört ;-)
Wenn ich mal bedenke, ich hatte damals keinen PC, Handys kamen auch erst später auf und das Internet hatte noch keine große Bedeutung. Mein erstes Handy, ein Trium mit Prepaid Karte, erhielt ich in der 9. oder 10. Klasse. Einen PC gab es in unserem Haus nicht und ich vermisste da auch nicht wirklich was. Klar, hat man bei Freundinnen mal am PC gespielt. Solitär oder Freizeitpark Manager oder SIM City. Aber gewünscht habe ich mir zu der Zeit so eine Kiste nie.
Wir lasen die Bravo, Popcorn und schauten Viva, fuhren auf dem Fahrrad 20 km in die nächste Stadt um unser Taschengeld für CD's oder VHS Kassetten aus zu geben. Statt im Internet zu streamen, gingen wir ins Kino. (Ins Kino gehe übrigens immer noch sehr gerne).
Wenn man gemobbt wurde, dann verbal und direkt und nicht über ein anonymes Medium. Ich muss gestehen, meine letzten Schuljahre waren ganz sicher nicht schön, wenn man kein Interesse an Trends, Geld und Coolsein hat, dann noch Kelly Fan ist, kann man sich schon von den Gleichaltrigen sehr viel anhören. Manche Tagen waren wirklich ätzend und ich hätte mir so manches Mal gerne eine Schlagfertigkeit gewünscht. Aber hätte ich mich auf deren Niveau herab lassen sollen? Bereue ich etwas? Bin ich heute anders? Nein, ich bin ich und heute stehe ich da umso mehr zu. Ich lasse mich immer noch nicht von Trends leiten oder von lauten Leuten beeindrucken.
Wenn man gemobbt wurde, dann verbal und direkt und nicht über ein anonymes Medium. Ich muss gestehen, meine letzten Schuljahre waren ganz sicher nicht schön, wenn man kein Interesse an Trends, Geld und Coolsein hat, dann noch Kelly Fan ist, kann man sich schon von den Gleichaltrigen sehr viel anhören. Manche Tagen waren wirklich ätzend und ich hätte mir so manches Mal gerne eine Schlagfertigkeit gewünscht. Aber hätte ich mich auf deren Niveau herab lassen sollen? Bereue ich etwas? Bin ich heute anders? Nein, ich bin ich und heute stehe ich da umso mehr zu. Ich lasse mich immer noch nicht von Trends leiten oder von lauten Leuten beeindrucken.
Ich bin heute wirklich froh, dass wir uns damals noch nicht mit dem Internet und Social Media herum schlagen mussten. Was sich die Kids heute gegenseitig dort antun oder auch allgemein die Internetnutzer dort so machen, lässt mich immer wieder denken, dass dies eigentlich etwas ist, auf das wir in der Entwicklung der Menschheit vielleicht hätten verzichten können. Die Plattform an sich sorgt bei vielen für eine völlige Hemmungslosigkeit und Hirnlosigkeit. Bei manchen fragt man sich, wo der gesunde Menschenverstand eigentlich geblieben ist. Da werden Kettenbriefe und Fake News ohne zu hinterfragen geteilt. "Wenn andere das bereits geteilt haben, muss das doch richtig sein." Da kann der Inhalt der Nachricht noch so absurd sein. Wenn man das Internet nutzt, dann bitte doch mit Verstand.
Dank Smartphone und Co. ist es noch einfacher unpersönlich zu werden. Zu den Feiertagen überrollen einen regelmäßig die Glückwünsche auf Facebook und Whats App. Übrigens meistens nach dem Motto: doppelt hält besser. Lieber auf beiden Medien gratulieren. An Feiertagen schalte ich gerne meine Klingelton ab...es nervt einfach wenn der gesamte Freundes-und Bekanntenkreis das 20. Weihnachtsbild / Video verschickt. Da bin ich doch eher altmodisch unterwegs, verschickte zum Beispiel gerne mal eine Weihnachtskarte, einen Brief oder ein Päckchen als Überraschung. Ich mag es nicht überflutet zu werden und manchmal denke ich, dass man in der heutigen Zeit viel zu viel Zeit mit Menschen verbringt, die man in Wirklichkeit gar nicht kennt. Man rennt hinter Terminen her, muss sich möglichst viel Engagieren oder sehen lassen und man selbst bleibt eigentlich auf der Strecke. Versteht mich nicht falsch, es gibt auch Menschen denen das liegt und die absolut darin aufgehen, aber wenn man eher so introvertiert wie ich ist, dann merkt man ziemlich schnell, dass man anders tickt und weniger einfach mehr ist.
Ich nutze die neuen Medien gerne, versuche aber viel zu hinterfragen und mir zu überlegen was will ich damit eigentlich erreichen. Möchte ich bei einem Treffen / Date wirklich die ganze Zeit aufs Handy schauen? Manchmal möchte man direkt einen schönen Moment teilen, aber kann man das nicht auch hinter her noch tun? Beim Gassi Gang mache ich gerne Fotos, aber das Teilen erledige ich hinter her bei einem heißen Kaffee, wenn mir nach Teilen ist.
Ich mache auch lange nicht mehr so viele Bilder wie früher auf meinen Touren. Ich schaue lieber mit meinen eigenen Augen in den Himmel und genieße die Ruhe, die mir so ein Spaziergang gibt.
Was das Internet angeht, es ist ein schönes Medium und bietet viele Möglichkeit. Denn die Verantwortung liegt letztendlich bei den Nutzern und nicht beim Produkt. Ein wenig vermisse ich die Zeiten, wo wir noch ICQ oder IRC zum Schreiben nutzten und SMS für Blödsinn eigentlich zu teuer waren. Wann fing eigentlich der Irrsinn mit den Abkürzungen an? (geht mir grade so durch den Kopf wo ich diese in dem aktuellen Absatz sehe). Abkürzungen und englische Begriffe haben sich immer mehr in den Berufsalltag und auch in das allgemeine Leben eingeschlichen. Eigentlich müsste man doch viel mehr Dialekte in den Alltag einbinden...die gilt es doch zu erhalten.
Naja, vielleicht erleben wir ja noch ein Wunder und die Menschen besinnen sich immer mehr auf alte Werte. Nutzen Herz und Verstand im Umgang mit ihren Mitmenschen. Vielleicht erleben wir ja mal, dass etwas besser wird und nicht schlechter.

STRIKE! Besser könnte man es nicgt sagen!
AntwortenLöschenSchönen zweiten Advent Schnecke 😗
Susi und das Wuffeltier
Dankeschön ::-) euch auch einen schönen 2. Advent.
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