Sonntag, 14. Oktober 2018

Zwei Labbis sind einfach mehr

Was für ein Gewusel wenn man plötzlich zwei Labbis im Haus hat. Der eigene Hund, eher ein entspannter Senior, zumindest wenn es um die heimischen Rituale geht und der Feriengast ein junger Hibbelmors, der zugegeben einen anhimmelt, als wären Mensche einfach das Größte. (dagegen kann Aaron ja mal sehr ignorant uns Menschen gegenüber sein).
Der gestrige Tag war ja unerwartet warm und sonnig. Der 16 Uhr Spaziergang (sie haben diesmal beide gezielt genervt) fand diesmal auf dem Radweg am Hafen statt und ich musste noch keine Leinen sortieren, weil meine Mutter Aaron genommen hatte. Der dackelte auch gemütlich vor sich hin, während Tamme zuerst einen flotteren Gang vorlegte. Für Tamme ist einfach immer alles erstmal voll spannend. Die Jungs fanden allerdings, dass es viel zu warm für einen ausgedehnten Gassigang war und fingen nach kurzer Zeit an langsamer zu werden und zu hecheln. Die zwei mögen echt am liebsten kühle Temperaturen. Aber auch wir Menschen kochten ein wenig vor uns hin und drehten dann auf dem Weg um.

Zuhause hatten die Hunde mir bei der Herstellerung von Apfelsaft zugeschaut, wohlgemerkt hatte ich sie hinter der magischen Linie (offene Hauswirtschaftsraumtür) verwiesen. Aaron fing auch an nach kurzer Zeit aus zu laufen. Wie kann ich auch soviel Apfel verarbeiten und den Hunden nur zwei Ministücke zum Abschluss geben. 


Am Abend stand die Fütterung an. Aus Erfahrung weiß ich, dass Aaron nicht wirklich entspannt fressen kann, wenn ein anderer Hund mit im Raum ist. Ich sperrte die beiden in den Garten und machte in Ruhe beide Näpfe fertig. Es gab für jeden einen halben Apfel, ein paar Dinkelflocken, Zusätze (Kieselerde, Bierhefe und Fischöl), jeweils einen Löffel Reis vom Mittag und ein wenig vom jeweiligen Trockenfutter. Ich ließ Aaron zu mir rein und gab ihm wie gewohnt sein Futter an seiner Futterstelle in der Küche. Tamme bekam sein Futter auf der Terrasse. 

Danach habe ich beide Näpfe gleich hoch genommen und gereinigt. Die Jungs waren dann zufrieden und gesellten sich zu uns Menschen ins Wohnzimmer. Aaron mopste Tamme sein Schweini (als hätte Aaron nicht genug Spielzeug) und Tamme guckte etwas bedröppelt aus der Wäsche:


Ich hatte eines von Tammes Betten neben Aarons Korb gelegt und schon hatten wir später zwei schlummernde Labbis vor uns. 





Nach der ersten Schlafrunde, wurde Tamme einmal munter und fing an mit seinem Schweini zu spielen. Schütteln, schleudern und drauf rumkauen. Zum Schluss kullerte er auf dem Rücken liegen damit auf dem Teppich rum. Aaron verschlief Tammes 5-Minuten.




Zweimal ließen wir sie während des Abendprogrammes noch in den dunklen Garten. Tamme hatte nämlich direkt nach dem einem Abstecher in den Garten, wieder am Wassernapf gestanden, entschlossen den gesammten Inhalt aufzunehmen. Also bevor es ins Bett ging, ihn noch mal ermuntern, auch ja im Garten Wasser zu lassen. 

Ich ging dann nach oben, weil ich ins Bett wollte und wurde direkt von den beiden Stalkern verfolgt. Aaron sprang direkt aufs Bett und kuschelte sich ans Fußende. Tamme legte sich auf sein Hundebett, dass ich neben mein Bett gelegt hatte (wir haben zwei mit rüber genommen) und betrachtete mich aufmerksam von dort, während ich las. Irgendwann kam dann der himmelnde Dobby-Blick ...ich nur: "Hopp" und schwub lag er im Bett und gezielt mit seinem Kopf von hinten an meinen Kopf gekuschelt. Aha, kleine Klette ... ich ignorierte den Kuschelversuch und machte meinerseits das Licht aus. 

So schliefen wir drei recht ruhig, bis mir irgendwann zu warm wurde und ich aufstand um das Fenster noch zu öffnen. Tamme  nahm das als Grund auf zu stehen und verschwand dann irgendwo anders hin zum schlafen. 



1 Kommentar:

  1. Bei dem Beitrag musste ich zwischendurch ja immer mal grinsen ... so niedlich beschrieben und so gut zu verstehen, wenn man immer mit zwei Hunden lebt ;) Nur würde bei uns wohl keiner die wilden 5 Minuten des anderen verschlafen ... sondern einfach mal gemeinsame 10 Minuten daraus machen!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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