Nach den durchwachsenen Jahren 2020 /2021 schaut ja das Quartal 1 von 2022 schon fast ähnlich aus. Ich schwanke zwischen genervt, wenn ich ab und an die News zur Corona Lage lesen und resignierend. Ein Selbstschutz für den eigenen Geist, denn der würde angesichts, der Gedankensprünge in Politik und Medizin nämlich krank werden, wenn er alles weiter verfolgen würde. Gefühlt wird ja alle paar Tage ausgewürfelt, ob es nun normal ist, wie es sich entwickelt oder man oh mein Gott, doch bitte den ganzen Laden wieder zu machen sollte. Gefühlt ist das Steckenpferd der deutschen Entscheidungen die "Übervorsicht". Ihr kennt doch das Sprichwort: "Vorsicht, ist die Mutter der Porzellankiste." Nur wenn dieser Spruch zum Leitspruch für alles wird, dann läuft man Gefahr alles und sich selbst in "Watte zu packen".
Ich finde schon, dass jeder für sich selbst Risiken abschätzen können muss und danach auch Leben sollte. Als zweites ist jedoch Rücksichtnahme etwas, dass man auch gelernt haben sollte. Denn wenn man plötzlich anfängt, Bereiche anderer Menschen zu beschneiden / zu vergiften / in Komfortzonen ein zu greifen, dann läuft auch etwas verkehrt.
Aber Rücksichtnahme fehlt so viel im Alltag: beim Abbiegen in eine Seitenstraße auf der Gegenfahrbahn einfahren (kommt doch sonst nie ein Auto da), im Supermarkt an der Kasse am fremden Vordermann / Frau kleben, als Radfahrer ohne nach links und rechts zu schauen, über eine Straße zu fahren, weil man meint Autos müssen auf Radfahrer Rücksicht nehmen, Hunde frei laufen lassen, weil man keine Lust hat sie an eine Leinenführigkeit zu gewöhnen, Vorräte hamstern, ältere Menschen an der Kasse anmeckern, wenn sie länger brauchen, ...
Tatsächlich rege ich mich nur noch selten über sowas auf. Denn ich habe die Menschheit, was intelligentes und emphatisches Verhalten angeht, abgeschrieben. Die Masse benimmt sich einfach egoistisch und "raubtierhaft". Ich versuche mich auf die Lichtblicke in meinem Umfeld zu konzentrieren. Die Menschen, die mich die ganze Zeit schon mit Briefen, Postkarten, Nachrichten jeder Art, guten Gedanken und positiven Dingen füttern. Die Menschen mit denen ich mich gerne austausche und von denen ich soviel zurück bekomme, dass ich oft die graue Masse rund um diese Blase vergesse.
Familie, Freunde und Kollegen (wobei Kollegen auch zum Teil, mir schon Freunde sind) haben zusammen gehalten und sind durch diese raue See der Zeit geschippert. Wir haben schöne Momente, in tristen Phasen, geschaffen und wir helfen uns da weiter da durch.
Auch die Gedanken an Krieg und Entbehrung, die älteren Generationen noch bekannt sind, treiben sich nun durch unseren Alltag. Wir können die Augen vor dem Leid in unserer Nachbarschaft verschließen. Aber auch hier muss man einen gesunden Umgang mit den Nachrichten Medien finden und sich weiterhin die heiteren Inseln im Leben erhalten. Ein schlechtes Gewissen ist hier fehl am Platz. Denn es bringt keinem was, wenn man plötzlich nicht mehr lacht und die Normalität lebt. Gerade weil das Leben plötzlich eine andere Wendung nehmen kann, muss man jeden Moment auch genießen und ein Fünkchen Gutes in diese Welt schicken. Es liegt nicht in meiner Hand die Welt zu verändern oder zu verbessern. Aber in meinem Umfeld, kann ich ein Lächeln in ein Gesicht zaubern, ich kann jemanden zum Lachen bringen, ein offenen Ohr haben, seitenweise Briefe beantworten und einiges mehr.
Auf euer Umfeld, habt ihr Einfluss. Fangt an zu zaubern und seid nett zueinander ;-)

"Vorsicht, ist die Mutter der Porzellankiste" und das immer mit einem Lächeln im Gesicht das hilft Gutes in die Welt zu senden.
AntwortenLöschenGenau so können manchmal Wunder ermöglicht werden.
Meinen Ayka mit Erika die herzlich grüssen
Ich muss zugeben, so ähnlich geht es mir auch - wobei es zum GLück auch immer mal wieder Momente gibt, die einen positiv überraschen.
AntwortenLöschenAuch ich bin froh über Freunde, Familie und Kollegen ... und die Hunde, die immer wieder für einen Grund zum Lächeln sorgen.
Viele liebe Grüße,
Isabella mit Cara und Roy