Samstag, 17. Januar 2026

Wer rastet der rostet

Aaron rostet jedenfalls nicht. Erst am Dienstag hat er seine Gelenke frisch geölt und ist zum Unterwasserlaufband-Training gestartet. Munter erkundete die Wieso und hinterließ ein paar Botschaften für die nachfolgenden Hunde. Dann warf er durch den Zaun noch gekonnt ein flirtendes Auge, auf die vorbei flanierenden Hundedamen und zuckelte dann fröhlich zu seinem Trainingstermin. Aaron in bester Strahlemann-Laune lief munter ganze 30 Minuten und wurde nur durch unsere Vernunft gebremst. Ebenso fröhlich wie zu Beginn, stieg er auch wieder aus und ließ sich leicht zappelig abtrocknen und in seinen Bademantel stecken. Was schöneres gibt es einfach nicht, wie ein Aaron der sich über sein Training freut und voll motiviert dann noch ins Auto steigt. Zu Hause wird dann der Pelz noch mal nachgerubbelt. Nach dem abendlichem Haferschleim ist dann Schlafenszeit angesagt. 
Hier noch zugedeckt, bis er wieder anfing mich im Haus zu verfolgen. Dabei trug er zuerst die Decke noch auf dem Rücken.
Auch an den folgenden Tagen hatten wir einen relativ entspannt laufenden Aaron. Zum Glück bekamen wir zwischendurch auch Sonnenschein geschenkt und genossen die hellere Tageszeit. Das es nun mit dem Tageslicht bergauf geht, beruhigt mich. Man bekommt einfach mehr Energie an solchen Sonnentagen. Auch Aaron nervt an Tagen wo dann plötzlich die Sonne durch kommt, dass er die ganze Zeit raus möchte. Dabei ist sein Garten gerade eine Sumpflandschaft, weil das ganze Wasser vom getauten Schnee und dem Regen noch nicht ablaufen konnten. 

Ich hoffe einfach, dass wir Aaron mit den positiven Dingen wie dem Unterwasserlaufband-Training, den Ausflügen zum Hundeturnen und den Schnüffelstunden durch die noch dunkle Jahreszeit bringen und seine Mobilität noch etwas erhalten. 

Heute waren wir zum Longieren in der Hundeschule. Aaron und Odin zusammen. Es waren auch andere Hunde mit von der Partie. In der Halle gab es zwei Longierkreise und wir verteilten uns auf die zwei Kreise und konnten so schön parallel arbeiten. Aaron liebt ja Longieren eigentlich, aber heute zeigte sich, dass zum einen sein Gangbild grad wieder schlechter wird und zum anderen seine Augen nicht mehr alles sehen. Während er sonst also mit Raketentempo am Kreis lief, war er teils unsicher. Mal zu nah am gelben Schlauch (aus dem der Kreis bestand) bzw. fast drüber stolpernd. Ich machte mich kleiner und ging langsamer, damit er meine Hand wahrnehmen konnte und wusste wo er langlaufen sollte. 
Da seine Hinterhand heute deutlich schwächer war, musste er sich immer etwas einlaufen. Aber bei der 2. kleinen Runde war er dann mit Eifer dabei und wieder etwas sicherer. 

Odin machte seine erste Longier-Stunde mit positiver Welpen-Energie hinter sich. Neugierig schaute er allen und jeden zu. Offen lief er am Kreis und schenkte seinem Frauchen auch trotz Ablenkung immer öfter die Aufmerksamkeit. Ein kleiner Schatz, der sich zum Start jeder Runde erstmal kurz schüttelte und dann freudig los wackelte. Am Ende sah man ihm die Müdigkeit auch an. Er saß bei seinem Frauchen und die Augenlider wurden schon so schwer. Kurz vor dem Aufbruch ging es noch mal auf die Wiese, ein bisschen Freilauf und Blase erleichtern und schon schließ der Kleine glücklich auf der Heimfahrt. 
Odin ist eindeutig ein Hund der etwas erleben und arbeiten will. Auch wenn er Sachen durchdenkt und vielleicht mal hinterfragt. Er freut sich, wenn man sich für ihn Zeit nimmt und mit ihm arbeitet. 

So gab es diese Woche also volles Programm für beide Hunde. Von unserem gemeinsamen Freitag werde ich hier noch berichten. 

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