Manchmal ist einfach alles perfekt. Der letzte Sonnentag vor dem Wetterumschwung, der Ort und die Gesellschaft. Der gestrige Spaziergang am alten Hafen in Friedrichskoog war einfach perfekt. Aaron freute sich über unsere Freundin und seinen Halbbruder Fred, dann die Seeluft getragen vom Wind und die vielen grünen Flächen zum Schnüffeln. Ich habe es auch sehr genossen. Die richtigen Gespräche und die ruhigen Momenten.
Aaron war gestern besonders munter und lief wirklich viel, verteilt auf zwei Etappen. Mit Pause an einer Bank und dem Verweilen im Aaron Cabrio. Wir hatten uns extra für den alten Hafen entschieden, weil es nicht nur für unsere Hunde schön ist, sondern auch für unsere Augen. Die Mischung aus Bebauung und Natur ist hier noch ausgewogen. Einerseits ist es sehr schade, dass der Hafen nicht mehr genutzt wird. Andererseits ist es nun ein schöner ruhiger Ort.
Fred lief direkt an der Hafenkante und beobachtete begeistert die vielen Enten. Ich hoffte nur, dass er nicht in einem spontanen Anflug von Jugendlichkeit rein hüpft. Aber mein so verwegen ist Fred dann doch nicht. Das wäre auch ganz schön tief runter gegangen. Aber hätte es einen Bereich gegeben, wo er zum Wasser gekommen wäre, hätte Fred diesen auf jeden Fall genutzt.
Aaron hielt sich eher an der Landseite des Weges und schnüffelte nach den ganzen Markieren der anderen Hunde. Wir liefen den halben Wal entlang und setzten uns dann im Halbschatten auf die Bänke dort. Das ist halt auch das tolle, viele Sitzmöglichkeiten, Mülleimer und gepflegt ist auch alles. Aaron belauerte uns gespannt auf Kekse und sah das Thema Pause noch nicht so richtig ein. Fred weiß Pausen zu schätzen und liegt ganz entspannt bei uns.
Wir sind dann noch weiter gegangen und erst kurz vorm Aufstieg auf den Deich habe ich Aaron eine Pause in seinem Cabrio verordnet. Was für mich dann wieder extra Sport war, ihn den Deich rauf zuschieben.
Die Aussicht lohnte sich dann wieder. Man kann einfach in so viele Richtungen recht weit gucken und auch echt weit laufen. Leider war ein Teil des Grünlandes gesperrt, da dort gegen Disteln gespritzt wurde. Aber auf der rechten Seite des Deiches konnten wir mit den Hunden ungestört laufen. Auf dem Rückweg stieg Aaron noch mal aus und genoss noch die Pause auf dem Deich, die Nase im Wind.
Zurück lief er dann noch den Weg runter vom Deich und dann kam er wieder in sein Cabrio. In den 1 1/2 Stunden Spaziergang war Aaron wirklich fröhlich und mobil. Genoss es mit Fred an den gleichen Stellen zu schnüffeln, sich Leckerchen von uns Menschen zu ergaunern und vom Cabrio aus den vorbei laufenden hinter her zu schauen, bzw. Fred bei der Kontaktaufnahme zu beobachten.
Unsere Jungs passen vom Naturell her super zusammen. Die beiden lieben so entspannte Runden, bloß kein Stress, aber bitte bisschen Abwechselung. Von der Tageszeit her waren wir genau richtig, denn langsam wurde es lebhafter dort am Deich und es wurde auch wärmer. Am Nachmittag war es dann wirklich schwül und ich war froh, dass wir die schönste Zeit für einen Spaziergang genutzt hatten.
Die Hunde waren uns sicherlich auch sehr dankbar dafür. Schon, wenn wir an einem Treffpunkt ankommen, bellt Fred ungeduldig und freudig im Auto, bis er endlich raus darf. Dann wird schlabbernd jeder vom ihm begrüßt und dann kann es bitte auch los gehen. Aaron schaut dann munter aus dem offenen Kofferraum zu, wie ich seinen Wagen noch rüste und steht erst auf, wenn er auch wirklich das Auto verlassen soll. Freunde sind wirklich kostbar, nicht nur für uns Menschen. Auch unsere Hunde genießen Freundschaften bis ins hohe Alter.
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