Sonntag, 3. Juli 2011

Hörnerfest 2011

Donnerstag, 30.06.2011 Aufbautag
Endlich war es soweit. Nach ein paar Tagen Vorbereitung sollte es nun endlich los gehen. Ich hatte meine Marktsachen bereits am Wochenende zusammen gestellt, der Einkauf war erledigt und nun musste ich nur noch das berühmte Auto-Tetris spielen.
Dies ging relativ fix von statten, da ich meinen Hund nicht einplanen musste. Auf dem Festival waren eigentlich keine Hunde erlaubt (ok ich war die einzige die sich dran hielt). Aber letztendlich war mein Auto auch so voll genug. Ich habe mir dann nach dem Packen viel Zeit für meinen Aaron genommen. Drei Tage sollte er ja nun ohne mich auskommen und ich ohne ihn. Sehr ungewohnt ist das und kommt hoffentlich nicht allzu oft vor.
Am Nachmittag trafen Santissima und Akemi ein. Nach einem Kaffee zum Muntermachen starteten wir. Der Aufbruch wurde noch kurz verzögert da mir auffiel, dass mein Auto nach Petroleum stank. Kurz den Übeltäter gesucht und meine in Petroleum getränkte Fußmatte aus dem Auto geworfen. So fuhr ich dann mit dem Supergau für meine Nase los in Richtung Brande-Hörnerkirchen.
Wettertechnisch sah es gut bis durchwachsen aus. Wir kamen als erste unserer Gruppe an. Thundur (einer unser Freunde von Sub Divo) wies uns den Weg zum wichtigsten Mann der Stunde. Platzvergabe hieß es nun und auf seiner mit Kugelschreiber gemalten Karte hatte er einen schönen freien Platz für uns.
Wir bauten zuerst Santissimas Zelt auf, welches uns ein wenig herausforderte und dann  mein Zelt. Als wir diese gemütlich eingeräumt hatten, fuhr Anni auf den Platz. Auf dem Beifahrersitz Steffi und hinten, kaum zu sehen, saß Toghan. Dieser war komplett von Lagersachen umgeben.
Wir packten nach der Begrüßung fix das Auto aus, da Anni leider wieder nach Hause musste. Mit geübten Handgriffen war Steffis Zelt schnell aufgebaut und eingeräumt. Jetzt hieß es warten und die Abendsonne genießen.
Als Lagerinventar Nr. 3 ankam, bauten wir zusammen das große Doppelsonnensegel auf. Auch wieder eine Herausforderung. Denn keiner hatte so richtig eine Ahnung wie die neue Bauweise genau gedacht war. Aber nach einigem Probieren bekamen wir es anständig aufgestellt. Zum Abschluss des Abends grillten wir uns unser wohlverdientes Abendessen und tranken ein leckeres und kühles Kirschbier bzw. Dithmarscher Dunkel.
Nach einer gemütlichen Schnackrunde am Feuer ging es dann ins vom Zeltofen angewärmte Zelt. Ich schlief die erste Nacht auch richtig gut und der Lärm vom Campingplatz war schnell ausgeblendet.

Freitag, 01.07.2011
Ich hatte es nach mehrmaligen Aufwachen und wieder Umdrehen dann so gegen 9 Uhr auf zu stehen. Benni und Toghan waren bereits auf und der erste Kaffee wurde gekocht. Nach und nach standen alle auf und tranken das schwarze Zaubergebräu.
So gestärkt brachen Steffi, Benni, Santissima und ich zum Einkaufen auf. Es galt die Essensvorräte für dieses Wochenende auf zu stocken. Wir kauften im nahegelegenen Barmstedt ein und fuhren zwei Supermärkte an. Danach hatten wir alles zusammen und auch leckere Brötchen für unser spätes Frühstück besorgt. In der Zwischenzeit war Manja angekommen und konnte sich uns beim Frühstück anschließen. So in gemütlicher Runde, während das Leben auf dem Markt erwacht, die Sonne genießend…herrliche Stimmung.
Nach dem Essen machten wir eine kleine Marktrunde und schauten uns die Stände an. Von der Auswahl her fand ich den Markt echt schön. Man hat von allem etwas bekommen und konnte aber nicht den Überblick verlieren. Wir stellten uns dann noch in der Schlange für die Hörnerfest T-Shirts an.
So auf den Einkauf wartend brutzelten wir zuerst in der Sonne und bekamen dann noch eine kleine Dusche. Das Wetter wollte sich nicht recht entscheiden. Zumindest hatten wir auch Glück und bekamen noch die passenden T-Shirts.
Nach dem kleinen Bummel ging es zurück ins Lager und unters Sonnensegel. Meine Stickarbeit am Kleid wartete auf mich. Toghan nähte eine Brettchenborte auf seine Weste und auch Steffi nahm sich ihre Handarbeit vor. Wir müssen echt einen idyllischen Anblick abgegeben haben.
Gegen späten Nachmittag kam unser Lagerinventar Nr. 2 an, uns Kallööö. Wir luden zusammen das Auto aus und flugs wurde das Zelt aufgestellt. Nun waren wir komplett und genossen das Zusammensein.
Der Hit an diesem Markt war aber der Hund im Nachbarlager. Man stelle sich einen Boxer oder sowas in der Richtung vor, der sobald er angeleint ist jeden anbellt und anknurrt wenn er am Zelt vorbei läuft. (klingt anstrengend…ja ist es auch). Naja dann findet man raus, dass der Hund wunderbar ruhig wird, wenn man seinen Namen ruft. Also sobald der Hund anschlug, folgte eine A-D-E-L-E Chor aus allen Ecken. Hund guckt verdutzt und legt sich wieder hin. Aber ohne Leine war Adele der normalste und ruhigste Hund der Welt. Eines ist sicher, aus den Zelten in ihrer Nähe wäre bestimmt nichts geklaut worden.
Das erste Konzert, das ich mir anschaute waren die Streuner. Steffi, Manja, Paul, Mo, Lena und ich liefen zusammen los. Aber irgendwie verloren wir uns dann vor der Bühne. Die Stimmung war natürlich fröhlich und ausgelassen. Der Stepptänzer McRogan oder von uns nur Mans genannt, hatte auch seinen Auftritt während des Konzertes. Die Streuner und flinke Füße sind eine tolle Kombi.
Manja und mir wurde es irgendwann zu voll vor der Bühne und wir gingen zurück zum Lager. Dort machten wir es uns gemütlich. Später am Abend machten Lagerinventar Nr. 2 und Nr. 3 eine kleine Feuershow, bzw. probierten sich ein wenig aufeinander ab zu stimmen.
Lagerinventar Nr. 1 schaute übrigens auch bei uns vorbei und wir tauschten erst mal Neuigkeiten aus. Denn Nr. 1 hat mittlerweile sein eigenes Lager, die Heider Drachentöter.
Samstag, 02.07.2011
Das Wetter war echt gegen uns. Es war feucht und es war immer wieder windig. Ein Glück das wir zwei große Sonnensegel hatten und das kleine Sonnensegel von Kalle als Seitenwand abspannen konnten. So hatten wir eine trockene Ecke unter dem Sonnensegel. Schade, wenn man sie als Regensegel nutzen muss. Aber so gut sind unsere Verbindungen zum Wettergott leider nicht.
Es gab an diesem Tag viel „Kaffee“ und ein leckeres vegetarisches Gulasch. So wurden wir von Innen gewärmt. Gott sei Dank hatte jeder an warme Klamotten gedacht, aber trotzdem fröstelte man das eine oder andere Mal. Ich bummelte mit Manja noch einmal über den Markt bevor sie Richtung Heimat aufbrechen musste. Wir ershoppten beide CD’s. Schon schlimm wenn da so ein Stand voller guter CD’s rum steht. Nee nee und dann wird man auch noch gut beraten. So hatte ich die neue Scheibe von Faun „Eden“ und Manja die neue Omnia „Wolf Love“ erstanden.
Der Tag verlief sehr ruhig. Bei dem Wetter konnte man es sich auch nur unter dem Sonnensegel bequem machen. Am Abend gingen Steffi und ich zum Shisha Zelt und tranken einen leckeren Apfeltee, danach ging es zum Konzert von Omnia, wo wir auch Toghan trafen. Das war so genial und lässt sich gar nicht wirklich gut beschreiben. Die Stimmung war einfach genial. Die Band hatte super Spaß an ihrer Musik und nahm sich die Zeit, alles vernünftig ein zu stellen und zu stimmen. Die Instrumente und Texte…wow…Endlich habe ich sie live gesehen und an dem Abend hat diese Band noch viele weitere Zuhörer für sich gewonnen. Nach dem Konzert ging es ins Lager. Aufwärmen am Feuer und leckeren Met trinken. Ich fiel diesmal relativ früh ins Bett. Haggard spielten gerade, aber ich schlief trotzdem schnell ein. Ebenso schnell wurde ich geweckt. Ein Unwetter zog über das Festivalgelände und es war nicht gerade lauschig. Ich wanderte zu Santissima und Akemi rüber ins Zelt. Kalle war auch noch auf. Er und Santissima retteten unsere Sonnensegel, ließen das Wasser ab und spannten diese neue ab.

Nach dem das Unwetter eine Stunde getobt hatte, fielen wir dann alle erneut in die Betten. Am nächsten Morgen sah alles recht trostlos und durchnässt aus. Wir bauten dann auch direkt ab und waren fast alle gegen Mittag wieder zuhause. Eine Dusche war meine absolute Rettung. Ich hatte mich beim Abbau auch tierisch eingesaut und irgendwie fehlte mir Schlaf und dadurch fror ich so ziemlich. Aber es hat sich eindeutig gelohnt. Ein herrliches langes Wochenende mit lieben Menschen und guter Musik. Vom Wetter hatten wir alles, außer Schnee ^^ Hörnerfest wir kommen wieder!!!

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