Was für ein Sonntag! Aaron und ich sind bereits um 6 Uhr aufgestanden. Frühaufsteher halt, darauf sind wir konditioniert. Nach dem Frühstück zum Verdauungsspaziergang in den Speicherkoog. Auf dem Kohlfeld stand wieder das Reh und beäugte uns misstrauisch. Die Temperaturen waren bei aufgehender Sonne noch angenehm frisch.
Um 8 Uhr kam meine große Nichte rüber und wir fuhren mit dem Auto zum Marktplatz. Aaron sollte dort mehrere kurze Trails durch die Innenstadt machen, denn am Sonntagmorgen ist dort alles noch wie leer gefegt. Aaron war mit super Laune dabei und bliebt zielstrebig. Aber wir hatten auch die besten Voraussetzungen. Beim letzten Trail in der Fußgängerzone, schaute er bei einem großen Schaufenster irritiert. Denn da ragten Schaufensterpuppen plötzlich neben ihm auf. Da merkte man richtig, wie es kurz im Kopf ratterte. Aber er lief dann weiter und fand meine Nichte.
Nach dem Training gingen wir mit Aaron eine schöne Runde spazieren. Denn die sonntägliche Ruhe konnte man wunderbar nutzen, um auf einer Strecke zu laufen, wo es sonst nur vor Hunden wimmelt. Wir begegneten nur einem älteren Goldie Rüden und einem Mops. Ansonsten Ruhe und herrliche Blumen :-)
Den Mittag und frühen Nachmittag über entspannten Aaron und ich. Dann ging es um 16 Uhr mit dem Mantrailing der Hundeschule los. Wir trafen uns in den Kreistannen. Dort war es im Schatten angenehm aus zu halten, während es in der Sonne nicht mehr so angenehm war.
Wir machten zwei Trails pro Team. Aber erst kam noch etwas Theorie. Beim ersten Trail sollten wir nun unseren Hund mal mittendrin stoppen und dann wieder starten können (Beispiel: befahrene Straße, da will man nicht einfach durchrennen). Wir sollten auch verstärkt darauf achten, wie der Hund anzeigt.
Das Stopp rettete mich beim Trail auch, weil Aaron über einen Wall wollte / musste. Also Stopp und dann langsam wieder los gegangen. Das war echt gut... wie zeigt Aaron an, dass er auf der Spur ist bzw. die Person findet?
Ich kann es nicht bewusst fest machen. Es ist mehr so eine Ahnung, das Gesamtbild von Aaron wenn er läuft. Wie zielstrebig sein Schritt ist. Wenn er gerade zum Ende hin sich dem Ziel nähert, wird er schneller und will nur noch schnell dahin. Wenn er verwirrt ist und die Spur verliert wird er langsam und unaufmerksam, dann wird zum Beispiel plötzlich an einem Busch gerochen und markiert.
Der zweite Trail sollte diesmal länger sein und mit Abbiegen der Zielperson. Diese sollte dann wenn sie abbog einen Markierung auf den Weg legen. Während eine Person suchte, sollte der Kurs im Abstand hinter her laufen. So brachten wir sehr viel Waldmeter hinter uns *grins* Achja, der Wald eigenet sich übrigens wunderbar um querfeldein zu laufen. Nadelwald, kaum Unterholz, kein Gras in den vielen Bereichen, dafür viele trockene Gräben, Senken, Wälle und Baumstümpfe. Echt gemacht für sowas.
Aaron kam als letzter von der Truppe dran und ich glaubte nicht so recht, dass er noch viel schaffen würde. Aber mein Hund erstaunt ja gerne. Voll motiviert lief er los und ich sah grad noch so, dass er grad an einer Markierung vorbei lief. Ok, aber ich muss ihn ja machen lassen und darf ihn nicht beeinflussen. Er kam von selbst dann ins Stocken und ich hielt ihm den Geruchsgegenstand noch mal hin und ermunterte ihn weiter zu suchen. Er ging den Weg irritiert zurück, weil er den Geruch verloren hatte und hinter ihm ja die anderen Kursteilnehmer waren. Bei denen versuchte er auch als erstes was zu erreichen. Quasi: "Hier riecht es nach Essen." Dann pinkelte Aaron einen Busch an (vielleicht hilft ihm das beim Gedanken sortieren?) um dann fast über die Wegmarkierung zu stolpern. Ich feuerte ihn an, was ihn darauf brachte, er könnte ja die Markierung aufheben und mir bringen. "Nein, Aaron nicht Aufräumen. Finden." Tja...er fackelte dann nicht lang und lief los. In die richtige Richtung. Dann lief er kurz links in eine Senke, dann wieder: "Nee, doch falsch, genau andere Richtung."
Nach dem Richtungswechsel ging es noch mal rauf und runter durch kleine Senken, aber er fand dann unsere Zielperson. Am Schluss wurde er auch wieder schneller. Er ist halt doch souverän und schafft es trotz Irrtum am anfang, sauber nach zu arbeiten und die Person zu finden. Ich war echt stolz auf den kleinen alten Kerl und auf mich, dass ich so tapfer durch gehalten habe. Ich dachte schon er schleppt mich durch den ganzen Wald. ;-)
Als wir Zuhause ankamen, hieß es zuerst Labbi füttern. Der hatte einen Kohldampf! Dafür bekam er wieder was besonders leckeres:
Ziemlich zufrieden lag er dann schnarchend im Bett. Etwas später wurde ich auf lautes Jaulen aufmerksam. Wild zuckend lag er da im Korb und suchte wohl weiter nach verlorenen Menschen. Etwas später kam er zum Kuscheln bei mir an und schlief dann ruhiger weiter.
Nach dem Richtungswechsel ging es noch mal rauf und runter durch kleine Senken, aber er fand dann unsere Zielperson. Am Schluss wurde er auch wieder schneller. Er ist halt doch souverän und schafft es trotz Irrtum am anfang, sauber nach zu arbeiten und die Person zu finden. Ich war echt stolz auf den kleinen alten Kerl und auf mich, dass ich so tapfer durch gehalten habe. Ich dachte schon er schleppt mich durch den ganzen Wald. ;-)
Als wir Zuhause ankamen, hieß es zuerst Labbi füttern. Der hatte einen Kohldampf! Dafür bekam er wieder was besonders leckeres:
Ziemlich zufrieden lag er dann schnarchend im Bett. Etwas später wurde ich auf lautes Jaulen aufmerksam. Wild zuckend lag er da im Korb und suchte wohl weiter nach verlorenen Menschen. Etwas später kam er zum Kuscheln bei mir an und schlief dann ruhiger weiter.




Was für ein erlebnissreicher Tag und dann noch diesen Futternapf - ich glaube schon dass du nachher reich geträumt hast.
AntwortenLöschenWauzt Ayka
Wenn der Futternapf nur immer so toll wäre ;-)
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