Sonntag, 3. Juli 2016

Bücher-Sucht ist eigentlich keine Sucht

Gestern war es wieder soweit, das büchersüchtige Trio war wieder gemeinsam bummeln. Was allerdings nur für mein Bücherregal fatal endete, weil Santissima sich ausnahmsweise kein Buch gönnte. Die einzige also die sich beherrschen konnte.
Während es bei mir 6 Bücher geworden sind, hat meine Mutter sich nur ein Buch gekauft. Welches jedoch der erste Band einer kleinen Serie ist *lach* also wird auch da bald Nachschub folgen. Hach, aber so ein Bücher-Bummel ist einfach entspannt. In Bücherläden trifft man selten die hohlen Zeitschriften Klischees, welche man in Bekleidungsgeschäften anscheinend dagegen ständig trifft. Habe ich schon erwähnt, dass ich Klamotten lieber bestelle um solchen Leute nicht begegnen zu müssen?
Während ich Bücher liebend gern direkt in einem Geschäft auswähle und immer mindestens mit einem Buch heim komme. Bei Klamotten-Bedarf verhält es sich eher so, dass wenn man los geht  mit einem Ziel, man nichts findet und dann auch noch eher unerfreuliche Bekanntschaften mit Mitmenschen hat.

Ein Freund erklärte mir gestern, dass es keine Sucht ist, wenn es um Bücher geht, sondern es einfach natürlich wäre. Also aufgrund dieser Erklärung kann ich nun sagen, dass ich gestern in meinem natürlichen Jagdrevier unterwegs war und Beute gemacht habe. Rein aus einem natürlichen Trieb heraus *lach* man kann wirklich alles erklären.

Aber wie kann man übrigens diesen Trend bei Buchreihen erklären, dass wenn eine Buchreihe eigentlich abgeschlossen ist, in der es zum Beispiel um zwei Hauptcharaktere ging, es dann noch einen Folge-Roman gibt, in dem fast das gleiche noch mal aus der Sicht der 2. Hauptperson geschrieben ist?

Aktuell ging es mir so bei der After-Reihe von Anna Todd. Ich fand die Bücher wirklich gut. Eindringlich und einfach geschrieben. Dieses allzu typische Drama eines jungen Pärchens zwischen den Zwängen einer Clique und geprägt durch eine eher holprige Kindheit. Der Abschluss der Reihe war schön, also warum noch "Before us" ranhängen? Klar, es gab ein zwei Einblick aus der Zeit davor. Aber dann das ganze Drama aus den anderen Blickwinkeln ab zu bilden, fand ich nicht so interessant. Jedenfalls nicht als extra Buch, dann hätte man es in die eigentliche Reihe mit reinschreiben sollen.
Bei meinem gestrigen Bücher-Shopping ist mir ja auch eine solche Reihe in den Einkaufskorb gesprungen. Ich habe mir aber nun nur gezielt die eigentlich Buchreihe gekauft und nicht noch das nachgehängte Buch aus der Sicht der anderen Hauptperson. Wieso soll ich mir ein Buch kaufen, dass keine großen Überraschungen mehr bereit halten kann?

Das einzige Buch wo ich den Blick aus der Sicht eines anderen Charakters für sinnvoll und gelungen gehalten habe, war bei "Rhett" von Donald McCaig. Die Geschichte von Rhett Butler als Ergänzung zu "Vom Winde verweht". Hier macht es aber auch Sinn, erstmal erfahren wir etwas über Rhetts Vergangenheit, vor "Vom Winde verweht" und dann haben sich die Wege von Rhett und Scarlett so häufig aufgespalten, dass man hier völlig neue Sachen erfährt und es einfach nicht langweilig wird.
Ihr merkt schon mein Büchergeschmack ist sehr gemischt ;-)
Also es ist Sonntag und ich wünsche allen Bücher-Verrückten ein gutes Buch zur Hand zu haben, ein bequemes Sofa oder Bett und die perfekte Ruhe zum Lesen.

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