In letzter Zeit muss ich öfter daran denken, wie sich alles über die Jahre entwickelt hat. Sei es Job-technisch, meine Freizeit oder die Art meiner Hundehaltung. Ich merke, ich bin immer mehr bzw. näher an der Mitte angekommen und kann genießen. Gerade in meiner Zeit mit Aaron habe ich so viel gelernt und Erfahrungen gesammelt, dass ich ein Leben davon zehren werden.
Als ich Aaron bekam, saugte ich alles an äußeren Meinungen und Ratschlägen auf und hielt viele für richtig. Mit der Zeit kamen eigene Erfahrungen hinzu und mein Bild der Hunderziehung, Haltung, Partnerschaft hat sich immer mehr geändert. Ich bin Aaron dankbar für seine Ruhe und Gelassenheit. An ihm und mit ihm konnte ich wachsen.
Was hat sich also seit seinem Einzug geändert oder gefestigt?
Ernährung:
Auf dem BARF Pfad war ich nur kurz, auf dem "Stiftung Warentest sagt, das ist gut"-Pfad war ich etwas länger und nun? Ich befinde mich auf keinem Pfad mehr, sondern auf einem freien Feld. Aaron bekommt alles. Wir nehmen immer wieder andere Trocken-und Nassfutter Sorten von verschiedensten Marken. Nur vom "es muss möglich viel Fleisch drin sein" und "bitte ohne Getreide" bin ich auch ab. Aaron bekommt Essensreste von uns Menschen, vor allem wenn wir mal wieder Gemüse verarbeitet haben. Er liebt unsere Gemüsesuppe, den Kartoffelpüree und auch das Pfannengemüse. Ebenso sind Nudelreste oder Reis sehr beliebt.
Da wir selten Fleisch essen und nur für eine Portion einkaufen, bekommt er selten von unserem Fleisch ab, denn es gibt da meistens keine Reste. Ich kaufe auch nicht extra für ihn Fleisch ein. Ich esse aus Gründen der Nachhaltigkeit nur wenig Fleisch und halte es bei Aaron auch so. Besonders freut er sich täglich über seine Knabberkarotte am Morgen oder wenn wir uns abends einen Apfel teilen. Zum Knabbern gibt es einen großen richtigen Knochen oder Rinderkopfhaut.
Das normale Futter wird auch ab und an mit einem Smoothie oder geraspelten Obst und Gemüse aufgepimpt. Es gibt einige Ernährungszusätze für Fell, Knochen, Gelenke und den Vitaminhaushalt. Auch hier versuche ich es so natürlich wie möglich zu halten. Allerdings auch ohne Stress, hier wird nichts abgewogen oder ein Ernährungsplan gestrickt. (das mache ich für mich auch nicht)
Medizin:
Generell sieht Aaron seinen Tierarzt nur wenn sowas doofes wie mit seiner gebrochenen Kralle passiert oder er sonst krank sein sollte. Dann einmal im Jahr Bluttest. Das haben wir dieses Jahr zum ersten Mal machen lassen und werden dies jährlich nun machen lassen. Diesmal war alles gut, bis auf ein wenig Calcium Mangel.
Seit 2 Jahren hat Aaron keine Wurmkur mehr bekommen. Ich lasse seinen Kot untersuchen und es war bisher keine Kur nötig.
Wir nutzen keine Spot-Ons oder andere Mittel gegen Zecken, Flöhe und co.. Impfungen hat er mal alle bekommen und nun sind wir durch mit dem Thema.
Aaron ist rundum gesund. Strahlend weisse Zähne, glänzendes Fell, eine gute Verdauung die auch mit jedem aufgesammelten "Scheiß" klar kommt und ein munterer Hund, der alles mit macht. Ich passe auf, dass sich kein Übergewicht einschleicht und halte ihn fit.
Bei einem Husten wissen wir, dass er sich nicht mit anderen Hunden treffen darf und welcher Hustensaft am schnellsten wirkt. Allerdings ist der letzte "Erkältungsfall" bei ihm auch schon lange her. Aber wir haben unsere Erfahrungswerte ;-)
Umgang:
Den Hundefreilauf meiden wir mittlerweile, weil es für uns nicht kontrollierbar ist, ob man angenehme Zeitgenossen trifft oder nicht. Aaron ist kein Fan davon allein in einer fremden Gruppe zu stecken. Die ihn als Kastraten auch noch fleißig bedrängen. Aufgrund meine Erziehung hält er sich dann zurück und hält aus. Nett von ihm, aber warum soll ich ihn immer wieder solchen unangenehmen Situationen aussetzen?
Aaron hat seine Freunde mit denen er entspannt einen Spaziergang oder eine Toberunde im Garten genießen kann. Sie heißen Tamme, Buddy, Bella, Fiete, Clyde, Buc und Schröder...
Zusätzlich trifft er auch so mal fremde Hunde bei einem Gassigang und kann mit der Situation meistens entspannt um. Die Hunde in der Nachbarschaft mag er fast alle und gerade über die Ladys freut er sich immer sehr.
Auslastung:
Wir sind im Vergleich zu den ersten Jahren deutlich fauler geworden. Aber auch einfach ruhiger und älter. Ich muss nun nicht jeden Tag Mantrailing, Agility, große Wanderung, Klickern und co. machen. Weniger ist nun mehr und dabei kann man gerne abwechslungsreich bleiben. Aber Aaron genießt auch mal einen Tag an dem wir nichts machen außer kuscheln und mal kurz frische Luft schnappen.
Arbeit:
Früher kam Aaron fast jeden Tag mit ins Büro. Da er nun aber zu Hause auch nicht mehr alleine ist und dort jederzeit in den Garten kann, bleibt er nun zu Hause. Das stört ihn auch nicht. Denn im Büro kam er nicht mehr so zu seinem Schlaf, wie er ihn nun mit 8 Jahren gerne hätte. So habe ich wenn von der Arbeit kommen einen ausgeschlafenen und gutgelaunten Hund.
Was würde ich wieder so machen?
Sollte ich später noch mal einen weiteren Hund haben, würde ich auf jeden Fall wieder die Hundeschule besuchen und verschiedene Dinge mit dem Hund ausprobieren. Liegt ihm Agility oder Mantrailing oder möchte er nur stupide Kilometer laufen. Einfach schauen was uns beiden gemeinsam liegt. Also so wie ich es bei Aaron gemacht habe.
Die Ernährung würde ich dann von Anfang an abwechslungsreich und auf alles ausgerichtet gestalten. Vorausgesetzt der Hund kann es ab. Denn für alles gilt: jeder Hund ist anders.
Bei der Medizin würde ich auch so wenig wie möglich einsetzen und viel auf ein stabiles Immunsystem setzen.
Ich würde mir auch versuchen weiterhin einen soliden Hundefreundeskreis zu schaffen. Aber auch hier ist jeder Hund individuell...
Achja, und die Idee 2 Hunde gleichzeitig zu halten, habe ich für mich schon länger verworfen. Ich bin als Einzelhundhalter mit Familien-und Freundeshunden völlig zufrieden.Wenn ich mir dann Aaorn so ansehe, dann ist er als Einzelhund auch ziemlich zufrieden und möchte seine Stellung ganz sicher nicht teilen.
Weiterhin werde ich neugierig und offen für Forschungen zur Hundepsychologie sein und denke wir befinden uns da erst am Anfang der Verständnis der Hunde, im Vergleich wie seit sie uns schon verstehen können.
Den Hundefreilauf meiden wir mittlerweile, weil es für uns nicht kontrollierbar ist, ob man angenehme Zeitgenossen trifft oder nicht. Aaron ist kein Fan davon allein in einer fremden Gruppe zu stecken. Die ihn als Kastraten auch noch fleißig bedrängen. Aufgrund meine Erziehung hält er sich dann zurück und hält aus. Nett von ihm, aber warum soll ich ihn immer wieder solchen unangenehmen Situationen aussetzen?
Aaron hat seine Freunde mit denen er entspannt einen Spaziergang oder eine Toberunde im Garten genießen kann. Sie heißen Tamme, Buddy, Bella, Fiete, Clyde, Buc und Schröder...
Zusätzlich trifft er auch so mal fremde Hunde bei einem Gassigang und kann mit der Situation meistens entspannt um. Die Hunde in der Nachbarschaft mag er fast alle und gerade über die Ladys freut er sich immer sehr.
Auslastung:
Wir sind im Vergleich zu den ersten Jahren deutlich fauler geworden. Aber auch einfach ruhiger und älter. Ich muss nun nicht jeden Tag Mantrailing, Agility, große Wanderung, Klickern und co. machen. Weniger ist nun mehr und dabei kann man gerne abwechslungsreich bleiben. Aber Aaron genießt auch mal einen Tag an dem wir nichts machen außer kuscheln und mal kurz frische Luft schnappen.
Arbeit:
Früher kam Aaron fast jeden Tag mit ins Büro. Da er nun aber zu Hause auch nicht mehr alleine ist und dort jederzeit in den Garten kann, bleibt er nun zu Hause. Das stört ihn auch nicht. Denn im Büro kam er nicht mehr so zu seinem Schlaf, wie er ihn nun mit 8 Jahren gerne hätte. So habe ich wenn von der Arbeit kommen einen ausgeschlafenen und gutgelaunten Hund.
Was würde ich wieder so machen?
Sollte ich später noch mal einen weiteren Hund haben, würde ich auf jeden Fall wieder die Hundeschule besuchen und verschiedene Dinge mit dem Hund ausprobieren. Liegt ihm Agility oder Mantrailing oder möchte er nur stupide Kilometer laufen. Einfach schauen was uns beiden gemeinsam liegt. Also so wie ich es bei Aaron gemacht habe.
Die Ernährung würde ich dann von Anfang an abwechslungsreich und auf alles ausgerichtet gestalten. Vorausgesetzt der Hund kann es ab. Denn für alles gilt: jeder Hund ist anders.
Bei der Medizin würde ich auch so wenig wie möglich einsetzen und viel auf ein stabiles Immunsystem setzen.
Ich würde mir auch versuchen weiterhin einen soliden Hundefreundeskreis zu schaffen. Aber auch hier ist jeder Hund individuell...
Achja, und die Idee 2 Hunde gleichzeitig zu halten, habe ich für mich schon länger verworfen. Ich bin als Einzelhundhalter mit Familien-und Freundeshunden völlig zufrieden.Wenn ich mir dann Aaorn so ansehe, dann ist er als Einzelhund auch ziemlich zufrieden und möchte seine Stellung ganz sicher nicht teilen.
Weiterhin werde ich neugierig und offen für Forschungen zur Hundepsychologie sein und denke wir befinden uns da erst am Anfang der Verständnis der Hunde, im Vergleich wie seit sie uns schon verstehen können.


Feiner Text, da kann ich mir gut vorstellen dass es Aaron bei dir recht gut gefällt.
AntwortenLöschenWauzt Ayka, deren Frauchen auch sehr unkoplizziert ist.
Danke, ihr Lieben. Ja ich glaube Aaron fühlt sich ganz wohl hier. Tippe mal das ist auch kaum steigerbar.
Löschenliebe Grüße von unkomplizierten Frauchen zu unkomplizierten Frauchen ;-)
Sehr schön geschreiben - und ich kann vieles so unterschreiben (bis auf die Mehrhundehaltung ;)). Wir haben auch gelernt, dass jeder Hund anders ist und es weder im Bezug auf erziehung, Fütterung oder Aulastung DEN richtigen Weg gibt für alle Hunde.
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
Isabella mit Cara und Shadow
Ja, man muss einfach offen sein und schauen was einem gemeinsam liegt und gut tut :-) Mit Tamme habe ich ja fast eine Mehrhundehaltung *lach*
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