Lieber Tamme, ich hätte nie gedacht, dass ich deinen Text so früh verfassen muss. Leider müssen wir, deine Familie, dich über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Nur getröstet mit dem Gedanken, dass dir ein weiteres Leiden erspart bleibt und du mit deinem Kumpel Sando, auf der andere Seite vereint bist und endlich wieder auf wilde Labi-Art raufen kannst. Vermutlich werdet ihr euch direkt auf ein großes Tau stürzen und damit Tauziehen, wie ihr es in euren Anfangstagen gemacht habt.
Kaum zu glauben, dass aus dem kleinen Welpen, der wirklich
das niedlichste Welpengesicht hatte, mal so ein großer stattlicher Rüde werden
würde. Auch wenn dein Name „Tamme“ natürlich Großes verhieß. Du warst wahrlich
ein großes Geschenk für deine Familie und deine beiden Kumpel Sando und Aaron,
die du ordentlich auf Trab gehalten hast.
Ich weiß noch wie Sando schaute: „Ok, bringt ihr es bitte wieder weg?“ Aber schon kurze Zeit später durftest du bei ihm mit im Hundekorb schlafen. Das nenne ich überzeugend.
„Bin Tamme! Du musst mich lieb haben!“ So bist du in die
Welt getreten und hast immer mehr Herzen und Freunde gewonnen. Du warst ein
schlauer Schlawiner, der sich von Jördis reichlich Tricks beibringen ließ und eine
super Spürnase für Suchspiele bewies.
Ein sanfter Schmuser, für den das abendliche Kuscheln, wenn
die ganze Familie zu Hause war, das Größte war. Du wolltest einfach immer nur
dabei sein, geliebt werden und gerne alles kommentieren. So einen gesprächigen
Labrador wie dich, habe ich vorher noch nicht erlebt. Legendär deine Begrüßungsarien
am Morgen, das Geschichten erzählen, wenn du einen deiner Menschen länger nicht
gesehen hast, jedes Brummen um zu sagen, wenn du etwas genießt oder etwas dich
nervte. Das laute „Wuff“ bei der Schnüffelstunde, wenn du auf die Suche
geschickt wurdest, als Startsignal.
Wir haben deine Stimme gehört und nun wurde sie immer
leiser. Die Lebensfreude schwand, keine Flummi-Hüpfer, die ein wenig an Tigger
aus Winnie Pooh erinnerten. Keine Rute im Dauerpropeller Modus. Ein Labrador
der aufhört zu Fressen und auch den heißgeliebten Käse und die Leberwurst
verschmäht. Zu kraftlos, geschwächt und nicht schmerzfrei, lagst du noch im Kreis
deiner Lieben und konntest nicht mehr ermuntert werden. Wir wissen, dass es Zeit
war los zu lassen, was es aber nicht leichter machte. Unsere Herzen sind jeden der
letzten Tage ein kleines Stück mehr gebrochen. Ich sitze hier und heule, wie
damals bei deinem Kumpel Sando, wie ein Schlosshund. Jeder von euch nimmt ein
Stück von uns mit und hinterlässt aber auch so viel. Die schönen Momente mich
euch: wie ihr aufgewachsen seid, ein Trio wurdet. Du deine Familie getröstet
hast, als Sando gehen musste und wie du Aaron ein verlässlicher Kumpel wurdest.
Ich kann mich noch an die Tage und Abende erinnern, wenn ich
Dog-Sitting gemacht habe. Ein spezieller Beitrag dazu fiel mir ein: Wecken
und geweckt werden Ich habe es geliebt auf euch gemeinsam auf zu passen. Euch
beim Spielen im Garten zu beobachten, waren meine Entspannungsmomente. Mein
Herz ging jedes Mal auf wenn Aaron auch noch im hohen Alter mit dir eine kurze „Fang-Mich-Runde“
startete. Für Lacher hast du auch gesorgt, als du deinen ersten Schneemann im
Garten gesehen hast und ihn für mega gruselig gehalten hast. Du hast zwar immer
wie ein Großer auf Haus und Garten aufgepasst, doch war es dir lieber wenn die
Menschen Freunde waren und keine Fremden.
Du hattest so viel Talente: anschmiegsam auf äußerste,
Schauspielern (wenn du etwas nicht wolltest), ein mega Gleichgewichtssinn in
der Physio Gymnastik, eine Super-Spürnase, die auch zauberhaft schnarchte,
Hüpfen mit allen vier Pfoten gleichzeitig in die Luft, sich in der flachsten
Pfütze mit einem Köpper völlig nass machen, so dass das Wasser auch in deine
Ohren lief. Du warst einwandfrei im Freilauf, (nie hast du was gejagt) und hattest
deine Menschen immer im Blick.
Ach, Tamme-Taps, du hättest soviel mehr Zeit verdient. Knapp vor deinem 11. Geburtstag müssen wir dich ziehen lassen. Warum können Hunde nicht so alt wie Schildkröten werden? Dann könnte man mit einem Hund das ganze Leben verbringen. Du hättest nicht vor Aaron gehen dürfen. Du hinterlässt eine große Lücke. Auch bei Aaron und mir. Mit wem sollen wir dann gemeinsam am Wochenende Gassi gehen? Wer soll mit uns mit uns im Labi-Mobil on Tour gehen? Ich kann mir all das, nicht ohne dich vorstellen.
Mach es gut, lieber Freund, mein Patenhund, du hast dir deinen Frieden verdient 🌈
Grüß Sando von uns und halte einen Platz für Aaron frei. Wir werden dich sehr vermissen.
Du warst das passende Puzzle-Stück zu Aaron.
alle deine Abenteuer mit Aaron und Freunden, werde ich mir immer wieder durchlesen.








































Keine Kommentare:
Neue Kommentare sind nicht zulässig.