Freitag, 27. Februar 2026

Der lange Februar

Gefühlt ist der kalendarisch kurze Februar diesmal ein langer Monat. Der Januar war dagegen so schnell vorbei und ich hoffe der März reißt wieder alles raus. Vermutlich liegt es daran, dass der Reihe nach alle krank waren und ich am Ende auch den Viren zum Opfer fiel. Aaron fand es total doof, dass seine Menschen nicht so fit waren und auch sogar seine Hundeschule, sowie das Unterwasserlaufbandtraining in der letzten Woche deswegen ausfallen mussten.
Aber es ging leider nicht anders. Manchmal muss ich mich auch um mich selbst kümmern. Dagegen löste das Wetter den nächsten Entzündungs-Schub bei Aarons Arthrose aus und ließ ihn immer langsamer werden. Gefühlt war gestern der Höhepunkt. Wir hatten ja schon den dritten wärmeren Tag und am Nachmittag zog aber schon eine Regenfront heran. Aarons Pfoten waren dicker als sonst und er lief auch wirklich nicht freudig. Nach kurzer Strecke fing er schon das Hecheln an und war trotz gelegentlichen Schnüffeln, nicht ganz glücklich. Wir sind dann auch wieder umgekehrt und für den Rest reichte dann der Garten aus. Seit Mitte Februar geben wir ihm auch wieder die Librela Spritze. Es war ohne sie dann doch eine deutliche Verschlechterung zu merken und so enthalte ich ihm diese natürlich nicht vor. 

In den letzten Tagen hat er sich auch abends recht schnell in sein Bett unter der Treppe verzogen und war für Wellness & Kuscheleinheiten nicht empfänglich. Wenn ich ihn vorher dazu motivieren konnte, ist er nach kurzer Zeit aufgestanden und in sein Bett gegangen. Er schläft viel und versucht doch alles mit zu bekommen. Denn seine Neugier und der Appetit sind natürlich weiterhin ungebrochen. Auch hat er immer noch gute Laune. Wenn er seine menschlichen und tierischen Freunde trifft, dann vergisst er auch kurz, dass ihm alles wehtut. 

von der Ferne Betteln geht immer

Tiefschlaf nach Sucharbeit im Garten

"Du hast meine Flocken vergessen!"

Was bei Aaron ja einwandfrei funktioniert, ist seine innere Uhr. Wobei sie geht immer eine Stunde vor, das aber konsequent. Seine Fütterung, seine Tabletten mit Leberwurst, der Haferschleim am Abend; er weiß genau wann er welchen Programmpunkt zu erwarten hat und erinnert uns immer mit diesem Blick (Foto hier direkt drüber) daran, dass wir was vergessen haben. Die Wartezeit zwischen Magenschutz und Haferschleim findet er total überbewertet. Während der halben Stunde nervt er uns auch regelrecht, als hätten wir was vergessen. Dabei bin ich mir sicher, dass er den Ablauf genau verinnerlicht hat. Man kann ja probieren, ob man durch Nötigung eher ans Ziel kommt. 

Bevor mich die Grippe umgehauen hatte, gab es in der Hundeschule ein schönes Wiedersehen zwischen Aaron, Odin und Fred. Wir hatten diesmal gemeinsam die Hundeturn-Stunde und die drei Labis freuten sich darüber, ein zusätzliches Loch in Po. Man merkt einfach, dass die drei sich sehr einig sind und die jeweils chillige Art, der anderen sehr mögen. 

Aaron beschloss zwischendurch die Übungen gemeinsam mit Kumpel Fred und seinem Menschen zu machen. Ich war dann mal kurz abgemeldet. Odin hatte vorher auf der Wiese eine neue Freundschaft zu einem großen Hovawart geschlossen und war dementsprechend am Abend dann wieder schwer müde.

Apropos Odin, er wächst und wächst... gestern habe ich spaßeshalber mal die Schulterhöhe gemessen. Er stand zwar nicht perfekt, aber es waren da schon 52 cm. Man sieht ihn vor den Augen in die Höhe schießen. Damit hat er Aaron auf jeden Fall nun eingeholt. 

Da ich wegen meiner restlichen Viren noch Home Office gemacht hatte, freute sich immer irgendein Hund, bei mir rumliegen zu dürfen.

Mal war es Aaron:


Und dann der Odin:


Wobei Odin ist immer der Meinung, dass man erstmal umdekorieren muss, bevor man sich hinlegen kann. Decken muss man zu einem Ball knüllen, neben den man sich legt.

Odin ist mittlerweile ein sehr entspannter Hausgast, auch wenn Aaron da unsere Meinung noch nicht teilt. Der Lütte bespaßt sich mit Aaron Spielzeugen und ist dabei nicht wild am toben, sondern tüdelt damit gemütlich durchs Haus, zeigt einem die Beute und kaut ein wenig drauf rum. Meistens schläft man dann an einen der Orte auch einfach ein:





Einfach Zucker... äh, in Odins Fall Zimt ;-)  Seine krause Denkstirn kommt auch häufig zum Einsatz. Dann setzt er sich an Ort und Stelle hin und beobachtet. Danach kommt dann eine Reaktion oder Aktion. Auf jeden Fall geht da sehr viel vor in dem jungen Kerl und ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickelt. 

Nun hoffen wir im März auf besseres Wetter, weniger Arthrose-Beschwerden und mehr Labi-Freude.

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